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SAFEspace@work

Datum 27.04.2026

SafesSpace@Work (Safe Space at Work) ist ein INQA-Experimentierraum des BIT e.V., der Universität Hohenheim und des Demographie Netzwerks e.V. (ddn). Ziel ist es, psychologische Sicherheit in der Interaktionsarbeit in kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) zu stärken, besonders für marginalisierte Beschäftigtengruppen.

Für mehr Sicherheit und Respekt in der Interaktionsarbeit

Rund 60 % aller Beschäftigten arbeiten in interaktionsintensiven Rollen und stehen in direktem Kontakt mit Kund*innen, Gäst*innen, Klient*innen etc., etwa im Fahrdienst, in der Pflege, im Kund*innensupport, im Sozialen Bereich oder in Dienstleistungsberufen.

Diese Tätigkeiten sind geprägt von:

  • hohen emotionalen Anforderungen
  • unvorhersehbaren Situationen
  • knappen Zeitressourcen
  • erhöhtem Risiko für Konflikte, Grenzverletzungen oder Diskriminierung
  • besonderen Belastungen für diverse und marginalisierte Beschäftigtengruppen

Viele dieser Rollen werden von Beschäftigtengruppen ausgeübt, die ohnehin ein höheres Risiko für Benachteiligung oder Diskriminierung tragen, etwa ältere Mitarbeitende, Frauen, Beschäftigte mit internationaler Geschichte oder andere marginalisierte Gruppen. Diese gehören zu den besonders vulnerablen Gruppen, weil sie überdurchschnittlich häufig Diskriminierung, Respektlosigkeiten oder Herabwürdigung durch Kund*innen, Patient*innen oder Gäst*innen erleben, höhere emotionale Belastungen tragen, da sie häufiger Ziel von Frust, Projektionen oder verbaler Aggression werden, strukturelle Benachteiligungen in Hierarchien oder Arbeitsorganisation erfahren, weniger Möglichkeiten haben, Grenzverletzungen klar zurückzuweisen, ohne Nachteile befürchten zu müssen, sowie häufiger in Bereichen arbeiten, in denen Zeitdruck, Personalmangel und Stress besonders ausgeprägt sind.

Gleichzeitig werden Belastungen der Interaktionsarbeit in der betrieblichen Gestaltung häufig unterschätzt. SafeSpace@Work setzt genau an dieser Lücke an.

Warum Diversität in Interaktionsarbeit entscheidend ist?

Interaktionsarbeit lebt von Kommunikation, emotionaler Intelligenz, Empathie und Beziehungsarbeit. In solchen Kontexten profitieren Teams, Organisationen und Kund*innen besonders stark von Diversität, weil unterschiedliche Perspektiven, kulturelle Hintergründe, Altersgruppen oder individuelle Lebenserfahrungen:

  • eine höhere Beziehungs‑ und Kommunikationskompetenz ermöglichen,
  • Konflikte besser verstehbar und lösbar machen,
  • Zugänge zu vielfältigen Kund*innen-/Klient*innengruppen verbessern,
  • Sicherheits- und Schutzfaktoren für marginalisierte Beschäftigte selbst schaffen,
  • kulturell sensiblen, gerechten und respektvollen Umgang im Team stärken,
  • psychologische Sicherheit fördern. 

Diversität ist damit kein „Nice-to-have“, sondern ein qualitativer Erfolgsfaktor für Branchen, in denen Interaktion das Kernelement der Arbeit ist.

Der INQA-Experimentierraum SafeSpace@Work wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) begleitet die Projekte mit arbeitswissenschaftlicher Expertise. 

Laufzeit: Dezember 2025 – November 2027

https://safespaceatwork.demographie-netzwerk.de/

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