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Publikationen

Veröffentlichungen im Kontext von InWiGe

Resultate 21 bis 30 von insgesamt 36

Effizienzsteigerung in der Interaktionsarbeit durch Standardisierung und aesthetic labour

In vielen Branchen und Organisationen geht Erwerbsarbeit mit einem Streben nach Effizienz beziehungsweise gesteigerter Arbeitsproduktivität einher. Derartige Bestrebungen sind nicht nur in der klassischen Produktionsarbeit verbreitet, sondern betreffen auch die Dienstleistungs- und Interaktionsarbeit. Da der Arbeitsgegenstand in der Interaktionsarbeit allerdings ein anderer Mensch ist, ist sie – verglichen mit Produktionsarbeit – weit weniger planbar und geht mit Unwägbarkeiten einher. Dieser Kurzbericht zeigt auf, inwieweit auch Interaktionsarbeit Bestrebungen der Standardisierung, Routinisierung und Rationalisierung unterworfen ist, um die Effizienz der Arbeit an und mit Menschen zu steigern.

Robra-Bissantz, S. und Hellenbrecht, L.: Bots im Kundenservice – gute digitale Interaktionsarbeit für alle?!. In: praeview, 1 2022, S. 32-33

Juli 2021: Bei Interzimmer, einem Vermittler von Ferienwohnungen, ist die Hölle los. Das Geschäft läuft trotz anhaltender Pandemie wieder an,
aber auch die Beschwerdehotline brummt. Die Mitarbeiter*innen sind gestresst, Tourist*innen nicht zufrieden, Vermieter*innen überfordert und alle fürchten die nächste Corona-Welle.

Dörflinger, N. und Wehrmann, J.: Von der Mensch-Mensch zur Mensch-Maschine-Interaktion? Mögliche Implikationen für Beschäftigte, Kundschaft und Organisationen. In: praeview, 1 2022, S. 26-27

Im Zuge fortschreitender Digitalisierung ergeben sich vielerlei Möglichkeiten, die klassische Interaktionsarbeit zwischen Beschäftigten und deren Interaktionspartner*- innen durch technische Lösungen zu ersetzen. Unter welchen Voraussetzungen wird Technikeinsatz in Erwägung gezogen und was sind dessen Implikationen?

Beermann, B. und Windel, A.: Interaktionsarbeit im Kontext des digitalen Wandels: Herausforderungen für den Arbeitsschutz. In: praeview, 1 2022, S. 12-13

Der immer häufiger werdende Einsatz digitaler Technologien in Organisationen führt zu Veränderungsprozessen, die die gegenwärtige Arbeitswelt nachhaltig beeinflussen. Diese Entwicklung betrifft in unterschiedlichem Ausmaß und Tempo alle Branchen, Tätigkeiten und Formen der Erwerbsarbeit – so auch die Interaktionsarbeit.

Arbeitszeitlage und Entgrenzung in der Interaktionsarbeit

Interaktionsarbeit leistende Beschäftigte arbeiten häufiger als andere Beschäftigte an Wochenenden und am Abend. Außerdem wird von ihnen deutlich häufiger Erreichbarkeit und unbezahlte Arbeit außerhalb der Arbeitszeit erwartet. Diese Arbeitsmerkmale können auch als Indikatoren für das Verschwimmen der Grenze zwischen Arbeit und Privatleben bzw. für die Entgrenzung der Arbeit angesehen werden.

Niehaus, M.: Eine Doppelpackung Interaktionsarbeit – Das wissenschaftliche Metaprojekt „InWiGe – Interaktionsarbeit:Wirkungen und Gestaltung des technologischen Wandels“. In: praeview, 1 2021, S. 6-7

Das Metaprojekt InWiGe nimmt im BMBF-Förderschwerpunkt „Arbeiten an und mit Menschen“ eine Doppelrolle ein: Zum einen systematisiert InWiGe den Forschungsstand zur Interaktionsarbeit auf der Basis der vorhandenen Literatur, den aktuellen Ergebnissen der Verbundprojekte, quantitativer Reanalysen sowie einer eigenen, vergleichenden Studie. Ziel ist es, die Entstehung und Wirkung von Arbeitsbedingungen in der Interaktionsarbeit besser zu verstehen und daraus wissensbasierte Handlungsempfehlungen abzuleiten. Zum anderen übernimmt das Metaprojekt die Rolle eines Dienstleisters für die Verbundprojekte und damit übergeordnete Aufgaben im Förderschwerpunkt. Diese beiden Rollen sind vor allem durch viel Interaktionsarbeit geprägt: Einerseits ist Interaktionsarbeit Untersuchungsgegenstand, andererseits Mittel zur Zielerreichung bei Transfer und Vernetzung.

Interaktionsarbeit: Die Arbeit an und mit Menschen als besondere Form der Erwerbsarbeit

Das erste Faktenblatt vermittelt ein grundlegendes Verständnis für Interaktionsarbeit als Arbeit an und mit Menschen.
Das Faktenblatt basiert auf repräsentativen Daten der Erhebungen zum DGB-Index Gute Arbeit sowie des European Working Conditions Survey (EWCS).

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Hrsg.): Interaktionsarbeit gestalten. Projektatlas des BMBF-Förderschwerpunktes „Zukunft der Arbeit: Arbeiten an und mit Menschen“, Dortmund 2020

Mit dem „Projektatlas Interaktionsarbeit“ wird ein Überblick zu den Forschungs- und Gestaltungsfeldern interaktiver Arbeit in Deutschland gegeben.