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Niehaus, M. (2026). Gefährdungsbeurteilung bei Interaktionsarbeit. Gute Arbeit 38(2): S. 29-32.

Interaktionsarbeit ist eine spezifische Form der Erwerbsarbeit an und mit Menschen, die sich grundlegend von der Arbeit mit Objekten oder Produkten unterscheidet. Wesentlich ist das Verhalten der Interaktionspartner*innen, das Beschäftigte nicht beeinflussen können; gelingende Kommunikation und Kooperation sind zentral. Die Anforderungen sind hoch, deshalb müssen die Rahmenbedingungen wie Ressourcen, Unterstützung und Zeit gut gestaltet sein, um Überlastung zu vermeiden.

Interaktionsarbeit menschengerecht gestalten

Interaktionsarbeit ist ein bedeutender, stetig wachsender Bereich des modernen Arbeitsmarktes, der noch immer durch oft unterschätzte psychische und emotionale Anforderungen gekennzeichnet ist. Eine speziell zugeschnittene und umfassende Gefährdungsbeurteilung ist daher nicht nur eine gesetzliche Vorgabe, sondern ein unverzichtbares Instrument zum Schutz der Gesundheit, des Wohlbefindens und der Produktivität der Beschäftigten in ihren Rollen. Zu beachten ist: Die Priorisierung von organisatorischen und umweltbezogenen Faktoren (Verhältnisprävention) ist der primäre Hebel zur Schaffung gesunder Arbeitsumgebungen und geht über eine ausschließliche Konzentration auf individuelle Bewältigungsmechanismen hinaus.

Bibliografische Angaben

Niehaus, M. (2026). Gefährdungsbeurteilung bei Interaktionsarbeit. Gute Arbeit 38(2): S. 29-32. . 
2026.