Dokumentation Zweite Fachtagung Interaktionsarbeit gestalten
Transformation der Arbeit gestalten – Gesellschaftlich notwendige Dienstleistungen sichern
Datum 29.01.2026
Die zweite Fachtagung "Interaktionsarbeit gestalten" fand am 20.11.2025 in der DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund statt und war die zentrale Veranstaltung im Rahmen des wissenschaftlichen Auswertungsprojekts „Interaktionsarbeit als analytische Kategorie in der Arbeitsforschung (INKA): Implikationen für die Gefährdungsbeurteilung und Arbeitsgestaltung“.
Entsprechend dem zentralen Thema „Transformation der Arbeit gestalten – Gesellschaftlich notwendige Dienstleistungen sichern“ standen hierbei die Transformation der Arbeit, die Bedeutung gesellschaftlich notwendiger Dienstleistungen und die Herausforderungen der Interaktionsarbeit im Fokus. Die Veranstaltung brachte zentrale AkteurInnen aus Politik, Wissenschaft und betrieblicher Praxis zusammen und bot vielfältige Impulse zu aktuellen Entwicklungen und zukünftigen Gestaltungsoptionen.
November 2025, 9:00 – 16:15 Uhr
09:00 Begrüßung
Prof. Dr. Anita Tisch, Vizepräsidentin der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
09:15 Keynotes & anschließende Diskussion
Dr. René Lehweß-Litzmann, Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen
Dr. Nadja Dörflinger & Dr. Jonas Wehrmann, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
10:30 Kaffeepause
11:00 Talk I (Praxis) – Interaktions- und Dienstleistungsarbeit in Transformation – Podiumsgespräch mit:
- Charlotte Friederich, Projektleiterin, VDV Akademie
- Loretta Hölzel, Referentin, Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung
- Daniel Kunstleben, Geschäftsführer, FABIDO
- Thomas Schäfer, Hauptgeschäftsführer, Handelsverband Westfalen-Münsterland
- Christian Wille, Referent „Gute Arbeit und Innovation“, ver.di
Moderation: Michael Niehaus, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
12:15 Mittagspause
13:15 Sessions – Einblicke in verschiedene Aspekte von Interaktions-/Dienstleistungsarbeit und Transformation
Session 1: „Aggression bei Interaktionsarbeit“
Dr. Jonas Wehrmann & Jamila Janitzky, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) – mit Beiträgen von:
- Hannah Huxholl, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung:
Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt - Rahwa Gebrekiros, Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege:
Sexuelle Belästigung und Gewalt in der Pflege - Prof. Dr. Guido Becke, Universität Bremen:
Gewalt am Arbeitsplatz „Privathaushalt” - Handlungsperspektiven für Haushaltshilfen im Umfeld von Pflegebedürftigkeit
Session 2: „Diversität als Herausforderung bei Interaktionsarbeit“
Michael Niehaus & Melanie Rezvani, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) – mit Beiträgen von:
- Vy Tran, Clubcommission e. V. Berlin:
Mental Health in Clubs. - Charlotte Friederich, VDV-Akademie e.V.:
Diversität im öffentlichen Nachverkehr - Learnings aus dem INQA-EXP KompResifÖV
Session 3: „Führung als besondere Form von Interaktionsarbeit“
Dr. Kai Klasmeier & Franziska Dennißen, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) – mit Beiträgen von:
- Dr. Joyce Elena Schleu (Radboud University Nijmegen)
- Louisa Schüttke (Ruhr-Universität Bochum)
Session 4: „Unsichtbare Arbeit sichtbar machen – die neue DASA-Ausstellung zum Thema Dienstleistungen“
Sarah-Louise Rehahn & Dr. Nadja Dörflinger, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
14:45 Kaffee- & Kuchenpause
15:15 Talk II (Ausblick) – Impulse zur künftigen Erforschung und Gestaltung von Interaktions-/Dienstleistungsarbeit – Podiumsgespräch mit:
- Dr. Guido Becke, IAW Bremen
- Dr. Fritz Böhle, Universität Augsburg und ISF München
- René Lehweß-Litzmann, Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen
- Birgit Thomson, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Moderation: Michael Niehaus & Dr. Sabrina Sobieraj, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
16:15 Abschluss & Optional: DASA-Führung (Ausstellung „Dienstleistung“)
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Gästen und ReferentInnen, die die Veranstaltung mit ihren Beiträgen bereichert haben.
Unser besonderer Dank gilt unserer Kollegin Dr. Sabrina Sobieraj, die mit ihrer souveränen Moderation durch die Programmpunkte nicht nur einen lebendigen Austausch ermöglicht hat, sondern auch maßgeblich zum Gelingen der Fachtagung beigetragen hat.