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“Occupational health in a post-pandemic world of work” - Call for Papers für ein Sonderheft der Zeitschrift für Sozialreform / Journal of Social Policy Research

Datum 13.06.2022

InWiGe lädt WissenschaftlerInnen herzlich dazu ein, Abstracts im Themenfeld „Occupational health in a post-pandemic world of work“ bis zum 01. Juli 2022 einzureichen.

Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit ist seit langem ein wichtiges Thema in der Arbeitswelt. Durch die COVID-19-Pandemie wurde die Bedeutung des Arbeitsschutzes wieder stärker in den Vordergrund gerückt, dominierten sonst andere Themen wie die Digitalisierung den (arbeits-)politischen, gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs über Arbeit und Beschäftigung. Dem Arbeitsschutz kommt allerdings nicht nur aus Arbeitnehmerperspektive eine wichtige Bedeutung zu, sondern auch aus Arbeitgeberperspektive – während der Pandemie war dies unerlässlich, um die Wirtschaft am Laufen zu halten.

Trotz bestehender Regulierung auf EU-Ebene und in den Mitgliedsstaaten hat die Pandemie deutlich gemacht, dass verschiedene Gruppen von ArbeitnehmerInnen nicht gleichermaßen bei der Arbeit geschützt werden. Darüber hinaus hat sie gezeigt, dass viele arbeitsbedingten Risiken vor dem Ausbruch von COVID-19 nie richtig bewertet wurden. Diese Erfahrungen unterstreichen die Notwendigkeit, sich (wieder) umfassender mit dem Thema Arbeitsschutz auseinanderzusetzen. Obwohl die Pandemie viele Herausforderungen für die Arbeitswelt und ihre vielfältigen Akteure mit sich gebracht hat, könnte sie auch eine Gelegenheit sein, den Arbeitsschutz zu stärken.

Dieses Themenfeld wird im Sonderheft der Zeitschrift für Sozialreform adressiert. Dazu können sowohl konzeptionelle als auch (vergleichende) empirische Beiträge eingereicht werden. Diese können in verschiedenen Disziplinen verortet oder interdisziplinär sein und qualitative und/oder quantitative Daten und Methoden verwenden. Beiträge können sich auf verschiedene analytischen Ebenen konzentrieren und verschiedene Arbeitsplätze und/oder Sektoren und/oder Länder untersuchen.

Darüber hinaus begrüßen wir Artikel mit starken Implikationen für die Politik, die zu einem besseren Schutz von ArbeitnehmerInnen beitragen könnten. Von Interesse sind insbesondere diese Themenbereiche:

  1. Konkrete Maßnahmen im Bereich des Arbeitsschutzes
  2. Akteure und Institutionen des Arbeitsschutzes
  3. Ungleichheiten zwischen verschiedenen Gruppen von ArbeitnehmerInnen bezüglich des Arbeitsschutzes

Das Thema Arbeitsschutz ist auch für Beschäftigte, die Interaktionsarbeit leisten essentiell. Gerade vor dem Hintergrund der Pandemie sind Interaktionsarbeitende verstärkt physischen und psychischen Gefahren ausgesetzt. Denn Interaktionen mit anderen Menschen sind für viele Beschäftigte ein grundlegender Bestandteil ihrer täglichen Arbeit: Sie beraten und informieren, pflegen, erziehen, verhandeln, geben Anweisungen und vieles mehr. Durch ihre Tätigkeit sind sie z. B. einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt, weshalb Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz von zentraler Bedeutung für Interaktionsarbeitende ist und dahingehend auch stärker in den Fokus der Forschung gerückt werden sollte.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann reichen Sie bitte eine ausführliche Zusammenfassung (einschließlich der Namen aller Autoren) von höchstens 1.000 Wörtern bis spätestens 1. Juli 2022 bei Dr. Anita Tisch und Dr. Nadja Dörflinger ein. Bitte zögern Sie auch nicht, sich bei Fragen an die Kolleginnen zu wenden. Weitere Informationen können Sie dem Call for Papers entnehmen.

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