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Gesundheitsreport 2020: Arbeitsbedingungen bei Interaktionsarbeit

Der aktuelle Gesundheitsreport der DAK untersucht als Schwerpunktthema Digitalisierung und Interaktionsarbeit

Datum 04.01.2021

Die Arbeit mit Kunden, Patienten und Klienten ist eine besondere Arbeit, die sich in vielerlei Hinsicht von der Bearbeitung eines Werkstücks unterscheidet. Interaktionsarbeit selbst wird häufig übersehen, weil sie zu oft als Anhängsel der vermeintlich „eigentlichen Arbeit“ aufgefasst wird.

Zunächst versucht der Gesundheitsreport die besonderen Anforderungen der Interaktionsarbeit konzeptionell zu fassen und orientiert sich dabei vor allem an dem Modell von Böhle. Ein wichtiges Moment dabei ist, dass viele Interaktionsarbeitende gilt durch Kunden, Patienten und Klienten in gewissem Maße kontrolliert werden. Wenn sie abhängig beschäftigt sind, unterliegen sie damit einer doppelten Kontrolle, insofern sie gleichzeitig auch von ihrem Arbeitgeber kontrolliert werden. Als weiterer potenzieller Stressor wird die emotionale Dissonanz, d. h. das Nicht-Übereinstimmten der eigenen Gefühle mit den zur Schau gestellten gesehen.

Der DAK-Report zeigt, dass es beim Arbeitsunfähigkeitsgeschehen in Berufen mit hoher Interaktionsarbeit deutliche Unterschiede zu den anderen Berufsgruppen gibt.

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Insgesamt liegt der Krankenstand in den personenbezogenen Dienstleistungsberufen sechs Prozent über dem der übrigen Berufsgruppen. Größer ist der Abstand bei den psychischen Erkrankungen. Psychische Erkrankungen haben daher mit 19 Prozent auch in den personenbezogenen Dienstleistungsberufen einen deutlich höheren Anteil am Krankenstand insgesamt.

Hier zeigt sich ein erhebliches Präventionspotenzial.

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